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Kinderwunsch im Ausland

Was ist Kinderwunsch im Ausland?

Kinderwunsch im Ausland (KiA) bedeutet, dass man in ein anderes Land reist, um reproduktionsmedizinische Behandlungen in Anspruch zu nehmen, um rechtliche Einschränkungen oder hohe Behandlungskosten zu vermeiden. Zu den üblichen Fruchtbarkeitsbehandlungen, die im Rahmen von KiA angeboten werden, gehören intrauterine Insemination, In-vitro-Fertilisation, intrazytoplasmatische Spermieninjektion, Samenspende, Eizellspende, Embryonenspende, Präimplantationsdiagnostik (PID), Social Freezing und je nach Land auch Leihmutterschaft und Geschlechtswahl. Der KiA kann häufig von Patienten im fortgeschrittenen Alter, unverheirateten Paaren, alleinstehenden Frauen und gleichgeschlechtlichen weiblichen Paaren in Anspruch genommen werden, die in ihren Ländern keinen Zugang zu bestimmten Fruchtbarkeitsbehandlungen haben.

Welche Behandlungsszenarien sind bei KiA möglich?

Mögliche Behandlungsszenarien für KiA umfassen Behandlungen mit eigenen Eizellen wie intrauterine Insemination oder IVF-Befruchtung mit oder ohne Präimplantationsdiagnostik oder auch Behandlungen mit Gameten spende wie Spermien-, Eizell- oder Embryonenspende. Für Patienten, die aus ihrem Herkunftsland anreisen, könnte ihr Aufenthalt so weit wie möglich verkürzt werden und beschränkt sich oft auf die letzten Phasen der Stimulation, Eizellentnahme und Embryotransfer.

Szenario 1: IVF-Behandlung mit eigenen Eizellen und frischem Embryotransfer

Patientinnen, die sich einer IVF-Behandlung mit einem geplanten frischen Embryo unterziehen, könnten die ersten Ultraschall und Hormonuntersuchungen in ihrem Land durchführen lassen und für die letzten Phasen der Stimulation, der Eizellentnahme und des Embryotransfers ins Ausland reisen. Ihr Gesamtaufenthalt könnte maximal 7-10 Tage betragen.

cross-border reproductive care

Szenario 2: IVF-Behandlung mit eigenen Eizellen und späterem Auftauzyklus

Patientinnen, die sich einer IVF-Behandlung mit späterem Auftauzyklus unterziehen (z. B. im Falle eines PID-Verfahrens), könnten den ersten Ultraschall und Hormonuntersuchungen in ihrem Land durchführen lassen und für die letzten Phasen der Stimulation, der Eizellentnahme ins Ausland reisen. Da kein frischer Embryotransfer stattfindet, ist ihr Gesamtaufenthalt kürzer und könnte maximal 5-7 Tage betragen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine zweite Reise für einen anschließenden Auftauzyklus geplant.

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Szenario 3: Eizellspende Behandlung mit frischem Partnersperma und frischem Embryotransfer

Patientinnen, die sich einer Eizellspende Behandlung mit frischem Sperma und frischem Embryotransfer unterziehen, könnten eine erste Ultraschallkontrolle in ihrem Land durchführen und nur zur Befruchtung der Spenderin Eizellen (mit frischem Partnersperma) und zum Embryotransfer ins Ausland reisen. Der Gesamtaufenthalt könnte etwa 7 Tage betragen.

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Szenario 4: Eizellspende Behandlung mit eingefrorenem Sperma und frischem Embryotransfer

Patientinnen, die sich einer Eizellspende Behandlung mit zuvor eingefrorenen Spermien (vom Partner oder Spender) und einem Frischembryotransfer unterziehen, könnten eine erste Ultraschallkontrolle in ihrem Land durchführen und nur für den geplanten Frischembryotransfer ins Ausland reisen. Der Gesamtaufenthalt könnte sich auf etwa 3 Tage belaufen. Vor Beginn der Behandlung ist eine vorherige kurze Reise erforderlich, um die Spermien des Partners einzufrieren. Wenn Spendersamen verwendet wird, ist dieser bereits eingefroren.

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Szenario 5: Eizellspende Behandlung mit tiefgefrorenen Spermien und späterem Auftauzyklus

Patientinnen, die sich einer Eizellspende Behandlung mit zuvor eingefrorenen Spermien (vom Partner oder Spender) und einer späterem Auftauzyklus unterziehen, könnten eine erste Ultraschallkontrolle in ihrem Land durchführen und nur für den Auftauzyklus ins Ausland reisen. Der Gesamtaufenthalt könnte sich auf etwa 3 Tage belaufen. Vor Beginn der Behandlung ist eine kurze Reise erforderlich, um die Spermien des Partners einzufrieren, die dann zur Befruchtung frischer oder gefrorener Spenderin Eizellen verwendet werden können. Wenn Spendersamen verwendet wird, ist dieser bereits eingefroren. Der Hauptunterschied zum vorherigen Szenario besteht darin, dass die Embryonen erzeugt werden, bevor mit der Schleimhautvorbereitung der Empfängerin begonnen wird. Dieses Szenario ist aus logistischer Sicht oft am günstigsten und garantiert, dass die Embryonen bereits vor Beginn der Vorbereitung der Empfängerin zur Verfügung stehen.

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