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Wie läuft das Einfrieren von Embryonen ab?

Die Einfrierung von Embryonen erfolgt heute routinemäßig durch die Methode der Vitrifikation (oder Ultra-Rapid-Freezing). Diese Technik ermöglicht das effiziente Einfrieren und Auftauen von Embryonen im Blastozystenstadium (Tag 5-6. der Entwicklung) mit einer Überlebensrate von 95-97%. Der Prozess des Einfrierens und Auftauens hat keine negativen Auswirkungen auf das Einnistungspotenzial des Embryos.

Wie läuft ein Auftauzyklus ab?

Der Auftauzyklus (Transfer gefrorener Embryonen) umfasst die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut mit verschiedenen Protokollen, wie z. B. einem modifizierten natürlichen oder künstlichen Zyklusprotokoll. Die Vorbereitung beginnt mit dem Einsetzen der Periode Blutung und dauert etwa 3 Wochen bis zum geplanten Tag des Embryotransfers. Der eingefrorene Embryo wird am Tag des geplantem Embryotransfers, einige Stunden vor dem Eingriff, aufgetaut. Ein Schwangerschaftstest 10-14 Tage später wird bestätigen, ob eine Schwangerschaft zu Stande gekommen ist.

Wie wird die Gebärmutterschleimhaut für den Auftauzyklus vorbereitet?

Die beiden wichtigsten Methoden zur Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut sind der modifizierte natürliche Zyklus und die künstliche Hormonsubstitution. Beim modifizierten natürlichen Zyklusprotokoll ermöglicht die Entwicklung des eigenen dominanten Follikels die Produktion von körpereigenem Progesteron und den Einsatz von weniger hormonellen Medikamenten. Beim künstlichem Hormonsubstitution werden ausschließlich externe Hormonpräparate eingesetzt, um eine gute Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut und eine genaue Programmierung des Embryotransfers zu erreichen.

Was sind die Vor- und Nachteile der Vorbereitung im natürlichen Zyklus?

Die Vorteile des modifizierten natürlichen Zyklusprotokolls bestehen darin, dass es sich auf die eigene Hormonproduktion der Patientin stützt und weniger externe Hormonpräparate verwendet werden müssen. Dieser natürlichere Ansatz ist auch mit einem geringeren Risiko für Schwangerschaftskomplikationen in späteren Stadien der Schwangerschaft verbunden, da sich die Plazenta sich besser entwickelt. Die Nachteile des modifizierten natürlichen Zyklusprotokolls bestehen darin, dass es nur bei Frauen mit regelmäßigen Zyklen angewendet werden kann und eine strengere Ultraschall- und Hormonüberwachung benötigt.

Frozen embryo transfer

Was sind die Vor- und Nachteile der Vorbereitung im künstlichen Hormonzyklus?

Der Hauptvorteil des künstlichen Hormonersatzprotokolls besteht in der Möglichkeit, der Embryotransfer aus logistischen Gründen sehr genau zu planen. Wenn es in Verbindung mit einer hormonellen Blockierung (z.B. Decapeptyl Spritze) eingesetzt wird, könnte dies für Patientinnen mit schwerer Endometriose und/oder Adenomyose von Vorteil sein. Der Nachteil des künstlichen Hormonersatzprotokolls besteht darin, dass häufig eine größere Menge an Hormonpräparaten verwendet wird, darunter auch Injektionspräparate. Das künstliche Hormonersatzprotokoll ist die einzige Vorbereitungsmethode für Frauen, die unregelmäßige Zyklen haben oder in den Wechseljahren sind.

Frozen embryo transfer

Welche prognostischen Faktoren beeinflussen den Erfolg des Auftauzyklus?

Die Erfolgsquote des Auftauzyklus hängt weitgehend von der Qualität der verwendeten Embryonen ab, die von prognostischen Faktoren wie dem weiblichen Alter und anderen Faktoren abhängt. Die Dicke und Qualität der Gebärmutterschleimhaut und andere gebärmütterliche Faktoren sind ebenfalls von Bedeutung und können durch nicht-invasive Ultraschalluntersuchungen oder andere Methoden wie Endometrium Biopsien beurteilt werden.

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