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Milde oder natürliche IVF

Wer sind die besten Kandidaten für eine milde IVF oder IVF in natürlichem Zyklus?

Eine milde IVF oder IVF in natürlichem Zyklus kann aus denselben Gründen wie eine Standard-IVF-Behandlung (weibliche und/oder männliche Faktoren) indiziert sein. Sie wird aber in der Regel entweder bei jüngeren Patientinnen mit guter Prognose (37 Jahre oder jünger) oder auch bei älteren Patientinnen vorgeschlagen, die eine sehr geringe Eierstockreserve haben und selbst mit einer hochdosierten Stimulation wahrscheinlich nicht viele Eizellen produzieren werden. Milde Stimulationsansätze sind mit weniger Nebenwirkungen und einem weniger invasiven Eizellentnahme verbunden.

Welche Untersuchungen sind vor Beginn einer milden oder natürlichen IVF-Behandlung erforderlich?

Vor Beginn einer milden IVF-Behandlung erfolgt ein erstes Beratungsgespräch, bei dem die Gebärmutter und die Eierstöcke der Patientin mit Hilfe von einer Ultraschalluntersuchung und Hormontests (AMH) untersucht werden. Zusätzlich wird eine detaillierte Spermienanalyse auch durchgeführt. Eine einfache Blutuntersuchung wie Blutbild, Gerinnungstest und Infektionsscreening werden oft für beide Partner (falls zutreffend) vor Beginn der Behandlung verlangt.

Wie läuft eine IVF mit milder Stimulation oder in natürlichem Zyklus ab?

Die milde IVF-Behandlung umfasst eine 10–12-tägige Stimulation mit niedrig dosierten subkutanen Injektionen und serieller Ultraschallüberwachung, die in der Eizellentnahme endet, eine kurze, 10-minütigen Verfahren, das unter Sedierung oder in einigen Fällen sogar unter lokaler Anästhesie durchgeführt wird. Bei der IVF in natürlichem Zyklus ist keine Stimulation erforderlich, aber eine genaue Überwachung ist trotzdem notwendig. Die entnommene(n) Eizelle(n) werden von einem Embryologen im Labor untersucht, und die reifen Eizellen können auf konventionelle Weise oder mit dem ICSI-Verfahren befruchtet werden. Die daraus entstehenden Embryonen werden 3 oder 5 Tage lang kultiviert, und einer von ihnen wird in die Gebärmutter zurückverpflanzt. Ein Schwangerschaftstest 10-14 Tage nach dem Embryotransfer bestätigt, ob eine Schwangerschaft zu Stande gekommen ist.

Mild IVF

Welche Methoden werden zur Befruchtung von Eizellen bei der IVF mit mildem oder natürlichem Zyklus verwendet?

Die nach der Eizellentnahme entnommenen Eizellen können mit der konventionellen IVF-Methode befruchtet werden (bei der eine größere Spermienmenge zusammen mit jeder Eizelle in einer Petri Schale inkubiert wird) oder mit dem Verfahren der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion oder ICSI (bei dem der Embryologe unter dem Mikroskop eine einzelne ausgewählte Spermienzelle in jede reife Eizelle injiziert). Bei einer geringeren Anzahl von entnommenen Eizellen wird jedoch häufig die ICSI-Methode bevorzugt, um die Befruchtung zu optimieren.

Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es bei der mildem IVF oder IVF in natürlichen Zyklus?

Die IVF mit milder Stimulation oder im natürlichen Zyklus ist mit weniger Nebenwirkungen und einem weniger invasiven Eizellentnahme verbunden. Blähungen, Unterleibsbeschwerden und Brustspannen sind aufgrund einer viel geringeren Reaktion der Eierstöcke oder sogar aufgrund des Vorhandenseins eines einzigen dominanten Follikels geringer oder gar nicht vorhanden. Bei geeigneten Patientinnen kann die Eizellentnahme auch ohne oder nur mit lokaler Anästhesie durchgeführt werden.

Ist die milde IVF ein sicheres Verfahren?

Die IVF mit milder Stimulation oder im natürlichen Zyklus ist ein sicheres Verfahren. Aufgrund der milderen Reaktion der Eierstöcke ist das Risiko eines ovariellen Überstimulationssyndroms praktisch ausgeschlossen, und das chirurgische Risiko der Eizellentnahme selbst ist auch stark reduziert. Es sind keine Langzeitnebenwirkungen bekannt, und bei Bedarf können milde oder natürliche IVF-Zyklen sogar häufiger wiederholt werden als die herkömmliche IVF-Stimulation.

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei mildem IVF oder mit IVF natürlichem Zyklus?

Die Erfolgsquote der IVF-Behandlung hängt weitgehend vom weiblichen Alter, aber auch von der Qualität der Spermien und von Faktoren, die mit der Gebärmutter und der Einnistung des Embryos zusammenhängen. Im Vergleich zur konventionellen IVF ist jedoch aufgrund der geringeren Anzahl der entnommenen Eizellen (oder nur einer Eizelle bei der IVF im natürlichen Zyklus) das Risiko, dass kein Embryo übertragen werden kann, höher. Bei jüngeren Patientinnen (<35 Jahre) können die Schwangerschaftsraten pro Embryotransfer in der Regel zufriedenstellend sein (40-45%). Im Vergleich zur konventionellen IVF könnte die kumulative Schwangerschaftsrate nach ein einzigem Stimulationsversuch niedriger sein, aber eine milde oder natürliche Zyklus-IVF kann viel leichter wiederholt werden.

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