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Wer sind die besten Kandidatinnen für eine Doppelstimulation der Eierstöcke?

Die besten Kandidatinnen für eine Doppelstimulation oder DuoStim sind Patientinnen sind Low-Responder (die voraussichtlich nur drei oder weniger Eizellen produzieren). DuoStim könnte auch Krebspatientinnen zugutekommen, die dringend ihre Eizellen eifrieren müssen, oder Patientinnen in den 40ern, die sich eine PID-Behandlung unterziehen. Für diese Patientinnen ist es von entscheidender Bedeutung, in kürzester Zeit eine möglichst hohe Anzahl von Eizellen zu bekommen. Demgegenüber High-Responder Patientinnen, von denen erwartet wird, dass sie viele Eizellen produzieren, sind keine guten Kandidatinnen.

Wie läuft die Doppelstimulation ab?

Kleine Follikel in den Eierstöcken können nicht nur zu Beginn, sondern während des gesamten Menstruationszyklus stimuliert werden. Das Protokoll der Doppelstimulation macht sich diese Tatsache zunutze. Es besteht aus einer ersten Stimulationsphase, die wie üblich zu Beginn der Menstruationsblutung beginnt, und eine weitere zweite Stimulationsphase, die nach einer Pause von nur 2-3 Tagen erfolgt (nach der erste Eizellentnahme). Auf diese Weise findet eine zweite Eizellentnahme etwa zwei Wochen nach der ersten statt. Die Embryonen aus jeder Eizellentnahme müssen eingefroren werden und können erst später verwendet werden. Insgesamt kann der gesamte Stimulationsprozess bis zu einem Monat dauern.

Double ovarian stimulation

Was sind die Vor- und Nachteile einer Doppelstimulation?

Patientinnen, die sich für getrennte IVF-Zyklen entscheiden, brechen die Behandlung häufig ab, nachdem ihr erster Versuch fehlgeschlagen ist. Der Hauptvorteil der Doppelstimulation besteht darin, dass diejenigen, die es schaffen, beide Stimulationsphasen zu Ende bringen, die Behandlung seltener abbrechen. Zwei Stimulationen können zu mehr Eizellen, mehr Embryonen und letztlich zu einer höheren Erfolgswahrscheinlichkeit führen. Dennoch DuoStim ist eine komplexe und langwierige Behandlung, die für die Patientinnen sowohl physisch als auch psychisch anstrengend sein kann. Die aus jeder Eizellentnahme gewonnenen Embryonen müssen eingefroren werden. Der Preispolitik der Klinik könnte ein weiterer entscheidender Faktor dafür sein, ob sich die Patientinnen für eine Doppelstimulation oder separate Behandlungen entscheiden.

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat die Doppelstimulation?

Die Doppelstimulation hat keine signifikant höhere Rate an Nebenwirkungen und Risiken als die konventionelle Behandlung. Allerdings handelt es sich um eine komplexe und langwierige Behandlung, die für die Patientinnen sowohl körperlich als auch psychisch anstrengend sein kann. Außerdem müssen die aus jeder Eizellentnahme gewonnenen Embryonen eingefroren werden, und die Patientinnen müssen sich später einem Auftauzyklus unterziehen.

Wie hoch ist die Erfolgsquote der Doppeltstimulation?

Die Erfolgsquoten bei der Doppelstimulation dürften höher sein als bei nur einer IVF-Behandlung. Eine neuere italienische Untersuchung berichtet von einem erheblichen Anstieg von 8 auf 15% bei Patientinnen mit schlechter Prognose. Es muss jedoch betont werden, dass es bisher keine klinischen Studien gibt, die den Gesamterfolg, die Kosteneffizienz, die Verträglichkeit oder die Sicherheit dieser neuen Behandlungsmethode umfassend bewertet haben. Die Doppelstimulation ist ein innovatives Protokoll, das vor allem für Low-Responder und PID-Patientinnen oder auch diejenigen die eine dringende Eizelleinfrieren benötigen von Vorteil sein kann.

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