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PRP-Behandlung der Gebärmutterschleimhaut

Wie läuft eine PRP-Behandlung der Gebärmutterschleimhaut ab?

Bei der PRP-Behandlung der Gebärmutterschleimhaut wird aus dem Eigenblut der Patientin plättchenreiches Plasma (PRP oder PRGF genannt) hergestellt und mit einem einfachen Katheter in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Dies kann mehrmals (2-4x) jeden zweiten Tag vor dem geplanten Tag des Embryotransfers durchgeführt werden.

Endometrial PRP treatment

Wer sind die potenziellen Kandidatinnen für eine endometriale PRP-Behandlung?

Für eine endometriale PRP-Behandlung kommen vor allem Patientinnen mit einer dünnen Gebärmutterschleimhaut (<7 mm) aufgrund eines Asherman-Syndroms, einer früheren Myomektomie, einer refraktären Gebärmutterschleimhaut oder mit wiederholtem Implantationsversagen in Frage.

Was ist PRP und wie wird es gewonnen?

Plättchenreiches Plasma oder PRP besteht aus aktivierten Thrombozyten in einem kleinen Plasmavolumen, das aus Thrombozyten gewonnene Wachstumsfaktoren und Zytokine enthält. Es wird durch Zentrifugation und Aktivierung der Blutplättchen aus dem Eigenblut des Patienten gewonnen. PRP wurde erstmals 1987 in der offenen Herzchirurgie eingesetzt und wird heute in vielen Bereichen der Medizin verwendet (Orthopädie, Traumatologie, kosmetische Chirurgie, Wundversorgung, Augenheilkunde, Neurochirurgie).

Was sind die Vor- und Nachteile der PRP-Behandlung?

Die PRP-Behandlung könnte die Einnistungschancen eines Embryos erhöhen, da sie die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut verbessert (Dicke und Aussehen), möglicherweise aber auch durch andere Mechanismen wirkt (antibakteriell, immunologisch). Der Nachteil sind die zusätzlichen Kosten für die Blutaufbereitung für eine Behandlung, die noch als experimentell gilt.

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat die PRP-Behandlung?

Die Zubereitung von PRP ist sicher, da es aus dem Eigenblut der Patientin nach einem strengen Protokoll in einem geschlossenen System und unter aseptischen Bedingungen hergestellt wird. Die Verabreichung einer kleinen Menge PRP (1-2 ml auf einmal) mit einem einfachen Inseminationskatheter ist ein einfaches, sicheres und schmerzloses Verfahren.

Wie hoch ist die Erfolgsquote der PRP-Behandlung?

Die PRP-Behandlung gilt noch als experimentell, und bis heute gibt es nur wenige veröffentlichte wissenschaftliche Daten für ihre Wirksamkeit. Vorläufige Untersuchungen zeigen jedoch ermutigende Ergebnisse, insbesondere bei Patientinnen mit wiederholtem Implantationsversagen (LINK). Andererseits haben Patientinnen mit schwerem Asherman-Syndrom eine weniger gute Prognose und benötigen eine gründliche hysteroskopische Beurteilung/Behandlung ihres Zustands, bevor sie einer endometrialen PRP-Behandlung unterzogen werden.

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