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PRP-Behandlung der Eierstöcke

Wie läuft eine PRP-Behandlung der Eierstöcke ab?

Bei der PRP-Behandlung der Eierstöcke wird aus dem Eigenblut der Patientin plättchenreiches Plasma (PRP oder PRGF genannt) hergestellt und unter Sedierung in beide Eierstöcke infiltriert. Dies kann nach der ovariellen Stimulation zusammen mit der Eizellentnahme oder auch außerhalb der Stimulation durchgeführt werden. Im Anschluss werden Hormon– und Ultraschallkontrollen durchgeführt, und wenn die Marker der ovariellen Reserve ansteigen, wird eine weitere Stimulation geplant.

Wer sind die Kandidatinnen für eine PRP-Behandlung?

Zu den Kandidatinnen für eine PRP-Behandlung gehören Patientinnen mit verminderter ovarieller Reserve, IVF-Patientinnen mit schlechter Prognose und fehlgeschlagenen IVF-Behandlungen aufgrund geringer Embryonenzahl/Qualität sowie Patientinnen mit vorzeitiger Ovarialinsuffizienz (<40 Jahre und idiopathischer Ursprung) oder Perimenopause/Menopause Patientinnen in ihren späten 40ern oder 50ern.

Was ist PRP und wie wird es gewonnen?

Plättchenreiches Plasma oder PRP besteht aus aktivierten Thrombozyten in einem kleinen Plasmavolumen, das aus Thrombozyten gewonnene Wachstumsfaktoren und Zytokine enthält. Es wird durch Zentrifugation und Aktivierung der Blutplättchen aus dem Eigenblut des Patienten gewonnen. PRP wurde erstmals 1987 in der offenen Herzchirurgie eingesetzt und wird heute in vielen Bereichen der Medizin verwendet (Orthopädie, Traumatologie, kosmetische Chirurgie, Wundversorgung, Augenheilkunde, Neurochirurgie).

Ovarian PRP treatment

Was sind die Vor- und Nachteile der PRP-Behandlung?

Die PRP-Behandlung könnte im Rahmen einer bereits geplanten Embryobanking Behandlung durchgeführt werden, wobei das Verfahren der Eizellentnahme zur PRP-Infiltration beider Eierstöcke genutzt wird. Wenn die Marker der ovariellen Reserve ansteigen, könnte eine anschließende Stimulation innerhalb der nächsten 6 Monate mehr Eizellen hervorbringen und möglicherweise zu mehr Embryonen führen. Der Nachteil sind die zusätzlichen Kosten für die Blutaufbereitung für eine Behandlung, die noch als experimentell gilt.

Was sind die Nebenwirkungen und Risiken der PRP-Behandlung?

Die Zubereitung von PRP ist sicher, da es aus dem Eigenblut der Patientin nach einem strengen Protokoll in einem geschlossenen System und unter aseptischen Bedingungen hergestellt wird. Die Infiltration beider Eierstöcke wird häufig gleichzeitig mit der Eizellentnahme unter Sedierung durchgeführt. Die Punktion der Eierstöcke birgt ein geringes chirurgisches Risiko (<0,5 %), z. B. innere Blutungen, die Verletzung anatomischer Strukturen oder eine Beckeninfektion.

Wie hoch ist die Erfolgsquote der PRP-Behandlung?

Die PRP-Behandlung der Eierstöcke gilt immer noch als experimentell, und bis heute gibt es nur wenige veröffentlichte wissenschaftliche Daten für ihre Wirksamkeit. Patientinnen, die sich einer PRP-Behandlung unterziehen, unterziehen sich häufig wiederholten Stimulationszyklen, der so genannten Embryobanking/Akkumulation, weshalb ihre Ergebnisse kumulativ bewertet werden müssen. Wird die ovarielle PRP-Behandlung bei Patientinnen mit sehr geringer ovarieller Reserve oder bei Patientinnen in der Perimenopause/Menopause eingesetzt, könnten die Erfolgsquoten enttäuschend niedrig sein.

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