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Der Menstruationszyklus ist ein monatlicher, fein abgestimmter, hormonell gesteuerter Prozess, der die weiblichen Genitalorgane auf die Empfängnis und eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Er teilt sich in zwei Haupthälften: die Follikel- und die Lutealphase und kann auch in Menstruations-, Follikel-, Ovulations- und Lutealphase unterteilt werden. Die Länge des Menstruationszyklus beträgt in der Regel 28 Tage, kann aber in einem normalen Bereich zwischen 25 und 35 Tagen variieren. In der Regel kann diese Schwankung mit der Länge der Follikelphase zusammenhängen, je nachdem, wie lange es dauert, bis sich ein dominanter Follikel entwickelt. Ein subtiles Anzeichen für eine verminderte ovarielle Reserve bei Frauen Ende 30 oder Anfang 40 könnte die fortschreitende Verkürzung ihrer Menstruationszyklen auf 26-19 Tage sein, die auf einen erhöhten basalen FSH-Spiegel zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu können Frauen mit einer hohen Ovarialreserve oder einem polyzystischen Ovarialsyndrom aufgrund längerer Follikelphasen einen längeren Menstruationszyklus von bis zu 30-35 Tagen oder sogar noch länger haben. Dies sollte bei der Zyklusbeobachtung berücksichtigt werden, um den genauen Zeitpunkt des Eisprungs und die Länge der beiden Menstruationsphasen zu bestimmen.

Cycle monitoring

Abbildung aus Yen & Jaffe’s Reproduktionsendokrinologie (9. Auflage, 2024).

Die einfachste Form der Zyklusüberwachung besteht in der Führung eines Menstruationskalenders (manuell oder mit Hilfe von Apps), in dem der erste Tag jeder Menstruationsblutung genau registriert wird, so dass die Dauer der einzelnen Zyklen und ihre Variabilität berechnet werden können. Andere Symptome wie Ovulationsschmerzen, Veränderungen der Zervixschleims (Spinnbarkeit), Messungen der Basaltemperatur und Stimmungsschwankungen geben weitere Anhaltspunkte zur Bestimmung des Eisprungs. Eine fortschrittlichere Methode, die in der Regel im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung durchgeführt wird, umfasst serielle Ultraschalluntersuchungen (3–5-mal während des Menstruationszyklus) und/oder Hormontests (im Blut) oder Ovulationstests mit Urin zu Hause. Dies kann zur Überwachung einfacher Fruchtbarkeitsbehandlungen wie programmierte Geschlechtsverkehr mit oder ohne Ovulationsinduktion oder zur Monitoring einer IVF-Behandlung im natürlichen Zyklus oder eines eingefrorenen Embryotransfers im natürlichen Zyklus verwendet werden.

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